Lünersee überraschte mit extrem wenig Wasser

Lünersee

Renate am Lünersee
Mutig starteten wir trotz angesagtem Regen am Nachmittag bei Sonnenschein einen Ausflug auf den schönen Lünersee. Renate kurvte zügig in Richtung Brand, wo es nicht mehr weit zur Lünerseestaumauertalstation war. In Erwartung einer Gondelbahnfahrt auf den Lünersee teilte uns ein entäuschter Mitgondelfahrergast mit, das er soeben die letzte Bahnfahrt um zwei Minuten vor der eineinhalbstündigen Mittagspause (Wo gibt es denn sowas ?) verpasst hat. So hatten wir eben nach dem steilen Aufstieg zu Fuß über den "bösen Tritt" unser Menü in der Douglashütte redlich verdient.
Lünersee von oben
Gestärkt und bei Sonnenschein wagten wir den Aufstieg auf die 2346 Meter hohe Totalpe. Fast angekommen spürten wir die ersten winzigen Niesseltröpfchen, welche uns aber die Freude auf Kaffee und Heisse Schokolade (noch) nicht vermiesten. Dann reizte uns eine kleine Tour an die Schweizer Grenze auf gleichem Höhenniveau. Doch bald holten uns über das 2937 Meter hohe Schesaplanamassiv kommende Wolken ein, so dass wir das mit dem Schweiztripp doch lieber ließen. Nun durfte sich unsere Regenversicherung in Form von guter Ausrüstung bewähren.
Glockenblumen
Ergebnis: Aufrüsten könnte nicht schaden und Pläne dafür wurden schon geschmiedet. Doch vorerst setzten wir die Devise: Wir sind doch nicht aus Zucker und trotzen so gut wie möglich der immer grösser werdenden Nässe. Und tatsächlich erreichten wir in dichtem Nebel wieder die Douglashütte, wo schon heiße Getränke auf uns warteten. So rätselten wir unter anderem, warum der Lünersee so wening Wasser hat, denn noch nie haben wir den Lünersee mit so wenig Wasser (100 Meter unter voll) gesehen. Doch nun regnete es immer noch, was dem Lünersee sicher gut tut und trotz der Voraussage der Hüttenwirtin, das es am Abend meist wieder besser wird, starteten wir dann den Abstieg bei Regen über den "bösen Tritt" in Richtung Autoparkplatz. Zuvor trockene Bachläufe waren nun fast schon unüberwindliche Hindernisse. Und tatsächlich, auf die Hüttenwirtin war verlass, denn der Regen wurde bis zum Losfahren immer weniger und daheim bei uns am Bodensee scheinte sogar wieder die Sonne.