Rainer und Paul wollten hoch hinaus

Nach drei Tourenvorschlägen vom Reiseduo mit Madlochspitze in Lech, Madererspitze im Verwall und Tschagunser Mittagspitze im Montafon wurde es dann das Hohe Rad beim Silvrettsstausee mit 2980 Meter. Extra früh, sprich 9.30 starteten wir zum gegenüber liegenden Zielpunkt in Vorarlberg. Am Silvrettsstausee angekommen, musste sich Paul erst mal im Seerestaurant stärken, sodaß der Wanderstart in Richtung 11.30 ging. Und Paul hatte nichts dagegen, dass es erst mal gemütlich relativ flach um den halben See ging, bevor der Anstieg zur Wiesbadener Hütte immer steiler wurde.

Silvrettastausee
Diesmal gut ausgerüstet mit Regenjacke war das Gepäck nicht leichter wie bei der letzten Tour und Rainer's Spruch, das wenn er eine Regenjacke mit nimmt, diese sicher nicht braucht und umgekehrt, bewahrheitete sich tatsächlich voll. Trotzdem brachten aufkommende Wolken vom Silvrettahorn her etwas Kühlung beim scheißteibenden Aufstieg zur 2439 Meter hoch liegenden Wiesbadner Hütte. Besonders Paul freute sich mangelnder Fitness und mit riesigem Durst auf minbestens drei Getränke, welche von hübschen und netten Bedinungen serviert wurden. Wieder einiger maßen gestärkt ging es dann auf den 2649 Meter hohen Radsattel, welcher auch die Grenze von Tirol und Vorarlberg darstellt.
Paul am Silvrettastausee
10 Stunden stand am Beginn der Tour angeschrieben und der starke Südföhn machten uns dann klar, daß wir den Aufstieg auf die sehr steile Radspitze nicht schaffen, was auch bei den starken Böen zu gefährlich gewesen wäre. So kämpften wir uns dann von der Radscharte über ein ca. 300 Meter steiles Schneefeld hinab, welches Rainer fast als Lawine gemeistert hätte. Dann ging es durch tolle Tiroler Berglandschaft teils durch starke Felsenfelder wieder in Richtung Silvrettastausee und Bieler Höhe als Rundwanderweg zurück.

Am Radsattel Radscharte Stausee in Sicht